Lok 24

Kunigunde von Krautheim - vom Denkmal zurück auf die Strecke

Titelbild: Ulrich und Gerald Gunzenhäuser

Die Lok 24II wurde 1929 von der Firma Henschel & Sohn in Kassel gebaut und zum Kaufpreis von 35.150 Reichsmark ins Jagsttal geliefert. Die Heißdampftenderlok war der letzte Lokneubau vor den beiden Dieselloks 22-01 und -02, der zur Jagsttalbahn kam.

Mit ihrer modernen Ausrüstung war sie seinerzeit auf dem neuesten technischen Stand, mit ihrer Anschaffung ging die Einführung der Westinghouse-Druckluftbremse auf der Jagsttalbahn einher, vorher war die Görlitzer Gewichtsbremse verwendet worden. 

Bis 1963 war die Lok im Einsatz, vorwiegend im schweren Güterzugdienst, da sie vor den kurzen Personenzügen im Leerlauf zum Stoßen neigte, vermutlich war bei der Auslegung des Triebwerks auf die Vermeidung von Drosselverlusten im Zylinderbereich nicht ausreichend geachtet worden. 

Für den nach dem Krieg sehr verschlissenen Oberbau war die Lok mit 8 t Achslast zu schwer, immer wieder führten Mängel am Oberbau zu Entgleisungen. Als die Lok dann in den sechziger Jahren nurmehr im Rübenverkehr zum Einsatz kam, war dies sicher nicht Anlass zur Trauer beim Personal. 

Nach der letzten Hauptuntersuchung wurde sie dann nach nur noch einer Fahrt, der Abnahmeprobefahrt, abgestellt und stand dann bis zum Jahr 2000 auf dem Denkmalsockel in Krautheim. Von dort wurde sie durch den Jagsttalbahnfreunde e.V. als Leihgabe der Stadt abgeholt und nach Dörzbach transportiert.

In den folgenden Jahren wurde die Lok als Vorbereitung für eine betriebsfähige Aufarbeitung in ihre Einzelteile zerlegt, dokumentiert und vermessen und eingelagert.

Seit dem 31.07.2013 ist die Lok im Eigentum der Jagsttalbahnfreunde. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung für unser Langfristprojekt, die betriebsfähige Aufarbeitung, geschaffen.