kurzer Flachwagen MD 151

Erstes Fahrzeug im Jagsttal

Titelbild: Das Fahrzeug abgestellt in Dörzbach. Das Führerhausdach gehört der Lok 24" und kann leider nur noch als Muster dienen. Tobias Hümmelchen, 2020

Bereits im September 1899, also drei Monate nachdem mit dem Bahnbau begonnen wurde, erreichten acht von der Waggonfabrik Uerdingen gebaute Wagen das Jagsttal. Sie waren die ersten Eisenbahnfahrzeuge, die auf der Strecke zum Einsatz kamen. Anfangs von Pferden gezogen, wurden sie wohl für den Materialtransport von, nach und zwischen den verschiedenen Baustellen benutzt. 
Der heute noch als M-D 151 erhaltene Flachwagen war der nummernmäßig Erste der Lieferserie. Ursprünglich als Wagen 41 bis 48 eingereiht erhielten sie 1928 die neuen Nummern 151 bis 158.
Bei ihrer Auslieferung besaßen alle acht Fahrzeuge hohe Bordwände, welche aber später eingekürzt wurden. Vier Wagen konnten außerdem mit Drehschemel ausgestattet werden und haben ebenfalls bis heute überlebt. Seit 1969 war Wagen 151 in den Hilfszug eingestellt. Für das wieder eingleisen von Fahrzeugen erhielt er vier handbediente Hebeböcke als Ladung, fand gleichzeitig aber auch als Kranschutzwagen Verwendung. Die einst vorhandene Spindelhandbremse ist seit 1978 ausgebaut. 

Lebenslauf

1899: Geliefert von der Waggonfabrik Uerdingen als M-D 41.
1928: Umzeichnung in M-D 151.
1966: Verkleinerung der Bordwände auf eine Höhe von 250 mm.
1969: Beladen mit vier Hebeböcken wird er dem Hilfszug als Kranschutzwagen beigestellt.
1978: Ausbau der Handbremse.
Heute abgestellt in Dörzbach vorhanden.

Wagen M-D 151 am 19.02.1972 in Dörzbach. Noch hat er seine Handbremse, ist aber schon mit Hebeböcken beladen.
Bild: Hans-Georg Sauber