Arbeiten am 25. Juli
Eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns. Eine Gruppe der Filmakademie Ludwigsburg nutzte für einige Szenen ihres im Rahmen ihres Studiums entstehenden Films unseren Barwagen 371 als Szenenbild. Nach einer Technikprobe am Mittwoch fanden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Dreharbeiten mit Schauspielern statt. Ein paar anwesende Vereinsmitglieder halfen bei Fragen zur Eisenbahn und lernten gleichzeitig einiges über den Dreh eines Films. Eine in jeder Hinsicht bemerkenswerte Erfahrung.

Am Freitag vormittag besuchten uns zunächst eine Schülergruppe von einer Schule aus Mulfingen und anschließend die Vorschulkinder des Dörzbacher Kindergartens. Dem Alter angepasst erklärten wir die Historie und die damaligen Aufgaben der Jagsttalbahn, manches zur Eisenbahntechnik und unserer Vereinsarbeit. Natürlich fuhren wir auch mit dem Museumszug zum Streckenende, und so mancher Teilnehmer, der bereits letztes Jahr dabei war, freute sich über die verlängerte Strecke.
Nachmittags haben wir noch die neuen Griffe an die Umsetzböcke montiert und wo nötig die Holzfüße ausgetauscht. Damit sind nun alle Umsetzböcke umgebaut und für die nächsten Einsätze gerüstet.

Am Samstag ging es vor allem in der Werkstatt weiter. Das Drehen der Bolzen für die Federn der Drehgestelle des Sommerwagens 114 ist nun erledigt. Das Ausgangsmaterial für die Laschen, die die Blattfedern mit den Drehgestellrahmen verbinden, wurde aus Flachstahl zugesägt. Am Rahmen des Wagens montierten wir einen Großteil des Bremsgestänges, welches von den Drehgestellen unabhängig einbaubar ist. Am Stoppelhopser haben wir die vordere Schmalspur-Zug- und Stoßeinrichtung demontiert und die dann freie Stelle gesäubert und grundiert. An den in Betrieb befindlichen Fahrzeugen Sommerwagen 113, Barwagen 371 und Post- und Gepäckwagen 89 wurden die Holzteile mit Öl behandelt, sodass sie jetzt wieder schön glänzen.
In Vorbereitung für eine nächste Streckenverlängerung wurde der Kilometerpfosten 37,5 beschriftet und ist nun bereit für den Einbau.
Im Reparaturhaus konnte die Grubenabdeckung auf beiden Außenseiten fertiggestellt und für den Bereich zwischen den Schienen ein erstes Muster angefertigt werden.
Zusätzlich fand am Samstag noch eine weitere Sägeaktion in Unterkessach statt. Fünf große Eichenstämme wurden auf dem mobilen Sägewerk zu Brettern, Dielen und Balken verschiedener Maße für die anstehenden Projekte verarbeitet. Nachmittags wurde ein Teil des Holzes auf einer Wiese zum Trockenen aufgesetzt.
