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Der Stoppelhopser



Am 12. Juni 1970 wurde der Fahrzeugbestand der M-D-Bahn, wie die Jagsttalbahn im Jargon der SWEG und Vorgänger hieß, um eine kleine, mit Normalspurpufferbohle versehene Diesellok erweitert. Sie war als Rangierlok für den Bf. Dörzbach und für gelegentliche Einsätze auf der Strecke vorgesehen und hatte eine bewegte Geschichte hinter sich.

 

Zunächst war unsere Lok, die später 22-03 heißen sollte, als Werklok der Farbwerke HOECHST angeschafft worden, die Farbwerke Hoechst AG betrieb ausgedehnte Werkbahnnetze der Spurweite 750 mm und hatte bereits eine Reihe dieser als L 10B von Jung, Jungenthal produzierten Feldbahnloks im Einsatz.

Die Lok erinnert stark an die Heeresfeldbahnloks der Bauart HF 130 C und hat eine Reihe Teile mit ihr gemeinsam, ist allerdings zweiachsig und nur mit 105 Ps deutlich schwächer motorisiert.

 

Von 1953, ihrem Lieferjahr an, bis 1958 diente sie als Werklok in einem Chemiebetrieb der Hoechst, danach wurde sie an die Kreisbahn Osterode Kreiensen verkauft, die sie zunächst zur Firma Henschel nach Kassel überstellten, wo aus der mit Explosionsschutz und Druckluftanlasser versehenen Feldbahnlok eine Kleinbahnmaschine mit Elektroanlasser, Zentralkupplung, Druckluftbremse und einer hochgesetzten Normalspur-Zug und Stoßeinrichtung wurde, die vorwiegend dem Verschub aufgeschemelter Normalspurgüterwagen dienen sollte.

Insgesamt 1,8 t Material wurden in die Lok eingebaut, die nunmehr ein Dienstgewicht von 13,8 t aufwies.

 

In dieser Ausstattung war die Lok vom 27. April 1962 bis zur Einstellung des Schmalspurbetriebs der KOK als "V 11" im Einsatz, danach wurde sie an die SWEG, Ettlingen, verkauft und nach Dörzbach überstellt. Hier wurde die Normalspur-Zug und Stoßeinrichtung um 160 mm höher gesetzt, da die Rollschemel der SWEG um dieses Maß höher waren als die der KOK.

Auch wurde eine neue Zentralkupplung angebaut, anstelle der KOK-Kupplung wurde die von der ausgemusterten Lok 152 stammende heute noch vorhandene Kupplung angebaut.

 

So stand die Lok nun als Rangierlok und, mit dem ansteigenden Touristikbetrieb in steigendem Maße als Streckenlok, auf der Jagsttalbahn im Einsatz. Die Lok ist bis zum heutigen Tag betriebsfähig.







22-03 am 21. Mai 2005 in Dörzbach


Technische Grunddaten 22-03

Bauart  Bdh 
Typ  L 10 B 
Hersteller  Arnold Jung, Jungenthal b. Kirchen/Sieg 
Zeichnungs-Nr.  FP 4077 
Bremsbauart  Einlösige Knorr Einkammer-Druckluftbremse mit Zusatzbremse und Bremsstellungen "G" und "P" 
Motor Bauart 4-Zylinder-Reihendieselmotor mit Vorkammereinspritzung, wassergekühlt 
 Typ RHS 418 V 
 Hersteller Motorenwerke Mannheim (MWM) 
 Motornummer 91555 
 Hubaum 11.080 cm³ 
 Leistung 77,3 kW = 105 Ps 
Getriebe Typ L22 (alt) 
 Hersteller Voith, Heidenheim (Brenz) 
 Getriebe-Nr. 6138 
Wendegetr. Typ 100 G 
 Hersteller Jung, Jungenthal b. Kirchen/Sieg 
 Getriebe-Nr. 5234 
 Baujahr 1955 (ursprgl. f. Lok Jung 12084/1955) 
Kraftübertragung  Blindwelle u. Kuppelstangen 
Anlasser BOSCH elektrisch 24 V 
Dienstgewicht  13.800 kg 
Reibungsgewicht  13.800 kg 
Höchstgeschwindigkeit  20 km/h 


Zuletzt bearbeitet:  15:28 02/07 2015


Fahrzeuge
Strecke
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