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Schwellenaufarbeitung

Raten Sie einmal, wie viele Schwellen wir benötigen, um den Abschnitt Dörzbach -> Krautheim neu mit Gleisen zu versehen ...

 

Na, kommen Sie auch auf rund 11.000? Das wäre die richtige Größenordnung, die benötigt wird. Die gewinnen wir aus alten DB-Schwellen, die nach Sortierung, Ablängen und neuem Abbohren wieder mit Kleineisen versehen werden und dann ausgelegt werden können.

 

Die Schritte, die dazu nötig sind, stellen wir Ihnen nachfolgend in Bildern vor.



Schwellenaufarbeitung in der Praxis ...



So sieht eine Schwellensäge in Aktion aus ...


Schwellenplatz, aufgeräumt, mit Container für Reste ...


Gesägte Schwellen, sauber aufgesetzt ...


Tränkungsbild einer Hartholzschwelle ...



Schwellen sägen

Da beim Wiederaufbau der Jagsttalbahn gebrauchte Regelsuprschwellen verwendet werden, müssen diese von der ursrünglichen Länge von 2,5 bis 2,6 m Länge auf 1,8 m gekürzt werden. Erste Versuche mit Kettensägen erwiesen sich als zu langsam und zu anstrengend, so dass eine Zugsäge mit beidseitiger Rollenbahn beschafft wurde.

Mit dieser Vorrichtung lassen sich ca. 500 Schnitte pro Tag erreichen, auch lange Weichenschwellen lassen sich mit dieser Vorrichtung sägen.

Die Schwellen werden auf der einen Seite der Säge mit dem Radlader auf Böcke abgsetzt, von Hand bis an einen Anschlag auf der Rollenbahn geschoben, gesägt (da die Zugsäge die Schwelle beim Sägen nach hinten zieht braucht diese nicht zusätzlich fixiert werden) und anschließend wieder auf zwei Böcke am anderen Ende der Rollenbahn geschoben. Dort können sie wieder mit dem Radlader aufgenommen werden.

Die Vorrichtung spart somit das Heben der doch recht schweren Schwellen und ermöglicht ein arbeiten in „rückenfreundlicher“ Höhe. Durch die Rollenbahnnen lassen sich die Schwellen „quasi onhne körperliche Anstrengung“ verschieben.




Jörg, Christian und Daniel beim Sägen von Weichenschwellen


Der Radlader legt neues "Rohmaterial" in das "Stangenmagazin"


Die Zugsäge bei der Arbeit


Stefan stapelt die "Reste"


Einpressen von S-Haken/Nagelplatten

Um das Einreißen der Schwellenenden beim Eindrehen der Schwellenschrauben zu verhindern (das gleiche Problem wie bei Spaxschrauben und schmalen Holzleisten, als „Alltagsbeispiel für den Heimwerker“), müssen die Schwellenenden gesichert werden. Dies kann einerseits durch Abbinden der Schwellen mit einem speziellen Stahlband geschehen (geht schnell und die Spezial-Schwellen- Abbinde-Maschine ist auch nicht so teuer) oder durch Einpressen oder Einschlagen von S-Haken oder Nagelplatten.

Nachdem sich Clemens mal vorsichtig nach den Preisen für die Schwellen-Abbinde-Bänder erkundigt hatte erwieß die erste Methode augrund der Preisvorstellungen des Herstellers und der benötigten Menge (ca. 2/3 aller Schwellenenden) als „etwas zu teuer“ (...da kann man ja gleich neue Schwellen kaufen!!). Auch darauf folgende Versuche mit Vorschlghammer und Nagelplatten erwießen sich als ziemlich anstrengend und langsam. Es ergab sich also eines Samstag morgens eine kleine Veranstaltung im „experimentellen Schwellenendensichern“. Nachdem die geschenkten Pneumatikzylinder sich als zu schwach erwießen hatten wurde kurzerhand auf Hydraulik ausgewichen, genauer gesagt auf einen 20t Hydraulik-Wagenheber. Und siehe da: es ging! Momentan wird nun an der Optimierung der Vorrichtung gearbeitet, um den Durchsatz dem der Schwellensäge anzupassen. Wer hierzu einen Kurzhub-Hydraulikzylinder mit 25t Presskraft und ein kleines elektrisches Hydraulikagregat spenden möchte ist herzlich willkommen...




Versuchsaufbau mit Pneumatikzylinder


Fixierung des S-Hakens


Der Wagenheber bei der Arbeit


Das fertige Produkt


Zuletzt bearbeitet:  15:50 27/01 2008


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