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Sommerwagen Nr. 113



Der heutige Sommerwagen Nr. 113 wurde 1913 als gedeckter Güterwagen von der Waggonfabrik Görlitz geliefert. 1932 wurde eine Druckluftbremse eingebaut.

 

Von 1950 bis 1959 kam der Wagen erstmals als Personenwagen zum Einsatz. Um den Mangel an Personenewagen auszugleichen wurden Seitenfenster eingebaut und der Wagen als Behelfspersonenwagen eingesetzt. 1959 wurde er wieder zum Güterwagen rückgebaut.

 

1982 erhielt der Wagen eine weiße Lackierung und die Werbeaufschrift "Distel-Pils". 1986 kaufte der Jagsttalbahnfreunde e.V. den Wagen von der SWEG und baute ihn zum Sommerwagen um.



Aufarbeitung seit 2009

Nach dem Sommerfest 2009 in Jagsthausen wurde die dortige Arbeitsgruppe gegründet, um in Jagsthausen einen Wagen aufzuarbeiten. Im November 2009 wurde dann der Wagen 113 nach Jagsthausen transportiert und sofort mit dem Ausbau der Bänke, Seitenwände und des Bodens begonnen.

 

Bänke

 

Nach anfänglichen Bedenken, ob die Bänke noch zu retten sind, wurde zunächst eine davon zum Ablauger gebracht. Das Ergebnis war mehr als zufrieden stellend. Die Firma Heinrich aus Heilbronn hat die Perle aus ihrer Schale befreit. Die Verzapfungen der Eichen-Rahmen blieben unbeschadet. Nur einige der Ulmenlatten der Sitzfläche mussten gegen neue ausgetauscht werden. Hier verwendeten wir mangels Verfügbarkeit von Ulme Eiche. 

 

Auch die Stahlrohrunterkonstruktion wurde in einem speziellen Laugenbad aufgearbeitet. Ohne weitere Nacharbeit konnte sie anschließend grundiert und schwarz lackiert werden.

 

Glücklicherweise waren die vernickelten Linsenkopfschrauben der Lattung in einem verhältnismäßig guten Zustand, so dass sie sich nach der Lackentfernung relativ leicht herausschrauben ließen.

Die neuen Messingschrauben geben nun einen richtig edlen Touch. Das Holz wird nun mit Teaköl eingelassen, so dass die Holzmaserung schön zur Geltung kommt.

 

Das Teaköl ist übrigens ein hervorragender Schutz für Holz, das teilweise der Witterung ausgesetzt ist und ist gut und sparsam zu verarbeiten. Das Holz wurde zweimal gestrichen mit Zwischenschliff mit 180er Papier. Die Oberfläche ist super glatt geworden und durch die Farbpigmente leicht nachgedunkelt. Das schützt vor der Sonneneinstrahlung und kommt in Verbindung mit den neuen Messingschrauben besonders gut zur Geltung.

 

Zwischenzeitlich sind die restlichen Bänke bereits abgelaugt und wieder in Jagsthausen, wo sie auf die weitere Aufarbeitung warten.

 

Sandstrahl- und Lackieraktionen

 

In der ersten Augustwoche 2010 war uns das Wetter gnädig und die Firma Schön konnte den Stahlrahmen des 113ers in zwei Tagen komplett vom Rost und Schmutz befreien. Tags darauf haben wir insgesamt 12 Liter Grundierung mit Spritzpistolen aufgebracht, um den Rahmen vor Flugrost zu schützen. Die Endlackierung muss noch bis zum nächsten Frühjahr warten, da an einigen Stellen des Rahmens noch Ausbesserungsarbeiten durchgeführt werden müssen und die kühle Witterung weitere Lackierarbeiten im Freien nicht zuläßt.

 

Die beiden Drehgestelle des 113ers wurden über den Sommer in Dörzbach von den Achsen befreit und deren Stahlrahmen im September von Dörzbach nach Widdern zur Firma Friese gebracht. Herr Friese hat die beiden Rahmen sandgestrahlt und auch bei der Lackierung war er behilflich, so dass beide Drehgestelle an nur einem Wochenende fertig wurden. Die fertig lackierten Teile lagern nun in Dörzbach und warten auf die „Hochzeit“ mit den vier Achsen, die momentan abgedreht werden.

 

 Ablaugen der Bremsen

 

Die Ablaugerei Heinrich aus Heilbronn hat zwischenzeitlich einige Teile der Bremsen in einem Laugenbad von Rost und Schmutz befreit. Dies hat bei Kleinteilen gegenüber dem Sandstrahlen den Vorteil, dass die Lauge wirklich bis in die kleinste Ritze vordringt und keine beweglichen Teile beschädigt werden können. Eine Nacharbeit war vor der Lackierung kaum mehr nötig.






Der Wagen 113 auf dem Hebestand


Die erste fertige Bank


Beim Sandstrahlen


Der Rahmen ist grundiert


Abgelaugte und lackierte Teile des Bremsgestänges



Stand Juni 2011




Inzwischen sind alle Teile des Bremsgestänges und der Zug- und Stoßeinrichtungen gereinigt und neu lackiert.



Stand November 2011

Die letzten warmen Tage im Oktober wurden genutzt, um den Rahmen schwarz zu lackieren.






Stand Mai 2012

In ersten Quartal 2012 standen viele Holzarbeiten auf dem Programm. Die Bretter für die Seitenwände wurden lackiert und sind nun einbaufertig eingelagert.

Bei wärmerem Wetter ging es dann mit dem Dach weiter. Ein Gerüst wurde um den Wagen aufgebaut und die alte Dacheindeckung und die maroden Holzteile wurden entfernt. Nach dem Abschliefen und Ersetzten einiger Bögen konnte Ende April die Unterkonstruktion gestrichen werden und die neuen Bretter konnten eingebaut werden.




Das Gerüst wird aufgebaut


Die alte Dacheindeckung ist entfernt


Neue Verzapfung für einen neuen Bogen


Streichen der Unterkonstruktion


Die Bretter werden montiert


Der Dachüberstand auf der Bühnenseite


Stand Mai 2012 - Teil 2

Und schon wieder gibt es Neues zu berichten. Rechtzeitig zum Bahnhofstag in Jagsthausen am 03.06.2012 wurden sie Seitenwände des Sommerwagens eingebaut.




Der Wagen mit Seitenwänden von außen...


...und innen. Einen Boden bekommt er natürlich auch noch.


Stand September 2012

Es hat sich wieder Einiges getan. Das Dach wurde mit Blech gedeckt, die Bremse wird aufgearbeitet und die Seitenwände erhalten einen Handlauf.




Der Wagen in der Totalen (Bild: SH)


Das neue Blechdach (Bild: VE)


Der aufgearbeitete Bremszylinder (Bild: SH)


Der Handlauf (Bild: SH)


Stand Juli 2015

Bei der Fahrzeugtransportaktion im Mai 2015 wurde der Wagen von Jagsthausen wieder nach Dörzbach überstellt. Nun gehen auch hier die Arbeiten weiter, im vergangenen Monat wurden viele kleinere Anbauteile wie Griffstangen, Trittbretter sowie die Wagenübergänge wieder montiert.






Zuletzt bearbeitet:  20:57 12/08 2015


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