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DB-Neubaupersonenwagen MD 402



Im Jahre 1961 unternahm die seinerzeitige Deutsche Bundesbahn den Versuch, den Wagenpark ihrer verbliebenen Schmalspurbahnen grundlegend zu erneuern. Ausgehend von den damals neu entwickelten selbsttragenden Ganzstahl-Schnellzugwagen entstanden im Ausbesserungswerk Limburg Pläne für Personenwagen und Halbgepäckwagen der Spurweite 750 mm, wie sie im Ausbesserungswerk München-Neuaubing bereits (allerdings noch in klassischer Bauweise) für die meterspurige Bahn Mosbach - Mudau entstanden waren.

 

Sowohl für die Meterspurwagen als auch für die Fahrzeuge mit 750 mm Spurweite entstanden neue Drehgestelle mit Wiege und zweifacher Abfederung, die sich an die Bauteile der Drehgestellbauart Minden-Deutz anlehnten. Selbstverständlich gehörte dabei die Ausrüstung mit Rollenachslagern Bauart DB und mehrlösiger Bremse KE zum Standard.

 

Während die Meterspurwagen für Mosbach - Mudau noch normale Plattformen besaßen, also offene Wagenübergänge, ging man in Limburg einen entscheidenden technologischen Schritt weiter, die dort geplante Wagengeneration erhielt Gummiwulst-Übergänge, wie sie bei den Regelspurwagen seinerzeit als Ablösung der bis dahin verwendeten Faltenbalgübergänge gebräuchlich wurden.

 

Da die Wagen von der Fertigungstechnik her den parallel laufenden Normalspurwagen entsprachen, konnten zudem Fenster, Sitze und sonstige Bauteile der Serie entnommen werden, was den Aufwand verringerte. Leider entstand bei dieser Aktivität nur ein fertiger Wagen, wie hartnäckig sich haltende Gerüchte besagen waren wie in Mosbach drei Sitzwagen wie unser heutiger Wagen 402 und ein Halbgepäckwagen vorgesehen, teils schon im Bau, aber nur der eine Wagen durfte letztlich fertig gestellt werden.

 

Weitere Entwicklungen auf dem Sektor Schmalspurbahnen wurden nicht mehr verfolgt, die Zielsetzung für diese Bahnen war die Umstellung auf Busbedienung und daran anschließend die Stillegung, was dann letztlich auch so erfolgte.

 

Unser Exemplar kam unter der Wagennummer 0 501 Stg im Jahr 1961 auf die Strecke Heilbronn Süd - Marbach und nach deren Stillegung am 11.01.1967 nach Möckmühl zur Jagsttalbahn. Nach der erforderlichen Anpassung der Betriebsspannung für Heizung und Licht (Umstellung von 85 V -> 24 V) ging er in Betrieb und hat seine neue Heimat seitdem nicht mehr verlassen.

 

Durch die lange Abstellzeit seit 1988 und einen Farbschmierer-Anschlag wurde der Wagen beschädigt, seine Substanz ist indessen gut und gestattet eine Aufarbeitung in übersichtlichem Rahmen.

 

Bei einer Transportaktion im Mai 2015 wurde der Wagen per Tieflader nach Schöntal transportiert. Dort soll er in Zukunft optisch aufgearbeitet die Räumlichkeiten des im Bahnhof Schöntal ansässigen Cafes ergänzen.



Zuletzt bearbeitet:  21:18 12/08 2015


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